Kreativ gegen Armut

Armut ist keine KunstIn Niedersachsen ist jeder siebte Bürger von Armut bedroht. Kunst und Kultur führen nicht zu einer gerechteren Gesellschaft, zeigen aber Perspektiven auf - so wie das Kunstprojekt "Armut? Das ist doch keine Kunst!" in Hannover.

 „Wir haben keine passenden Bilder von Armut in unserer Gesellschaft. Fehlende materielle Möglichkeiten führen hier oft zu sozialer Ausgrenzung", sagt Hans-Jürgen Marcus, Direktor des Caritasverbands der Diözese Hildesheim.

armut und kunst goeKünstler haben in Stadtteilen Hannovers, in denen das Armutsrisiko besonders hoch ist, mit Menschen vor Ort Videos gedreht, fotografiert, persönliche Kostbarkeiten gesammelt und vor allem mit zahlreichen Aktionen auf sich aufmerksam gemacht.

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„Kommt ein Künstler zum Arzt. Sagt der Arzt: „Ich habe schlechte Nachrichten. Sie haben nur noch 14 Tage zu leben." Sagt der Künstler: „Wovon denn?". Der schwarze Humor dieses Witzes, der in einem kleinen Youtube-Film  der Kunstaktionen auftaucht, macht auch aufmerksam auf die mitunter prekäre Situation von Künstlern.

 

Das von Caritas und Diakonie initiierte Projekt „Armut? – Das ist doch keine Kunst!" zeigte Perspektiven auf, half Betroffenen sich auszudrücken und eröffnete Anlässe zur Diskussion.

Die Bischöfliche Stiftung Gemeinsam für das Leben unterstützt solche neuen Perspektiven in der Armutsbekämpfung mit  4.000 Euro.