Bis zum Tod das Leben lieben

blue-sky  Pakhnyushchyy Fotolia.comOskar ahnt, dass er sterben wird. Er ist 10 Jahre alt und an Leukämie erkrankt. Und er möchte nicht nur Trauer und Verzweiflung erleben in seiner letzten Lebensphase. "Ver-rückt nach Leben" heißt eine Veranstaltungsreihe in Duderstadt, die Menschen vorstellt, die Sterbende begleiten.

Der todkranke Oskar leidet am Schweigen der Erwachsenen. Nur eine ältere Krankenschwester nimmt ihn ernst, lügt ihn nicht an und gibt ihm gleichzeitig Hoffnung. „Von heute wirst du jeden Tag so leben als stünde er für 10 Jahre", so ihr Vorschlag in der Romanverfilmung „Oskar und die Dame in Rosa".

Auch wenn der Tod von vielen im Alltag verdrängt wird, gibt es Menschen, die Sterbende auf ihrem letzten Weg begleiten und ihnen gut tun. Wie die tägliche Begegnung mit Menschen in der letzten Lebensphase das eigene Leben verändert, wie Menschen unterschiedlich trauern und wie wichtig Humor am Lebensende sein kann, sind Fragen, mit denen sich die ,Veranstaltungsreihe „Ver-rückt nach Leben" auseinandersetzt.

In Duderstadt sind es das Dekanat Untereichsfeld, der Hospizverein Eichsfeld e.V. und die Vinzenz von Paul Schule, die diese Menschen mit ihrer Veranstaltungsreihe „Ver-rückt nach Leben" unterstützen und dazu ermutigen, diesem Beispiel zu folgen. Außerdem werden dort Beerdigungsbegleiter ausgebildet, die ehrenamtlich das Trauergespräch mit den Angehörigen, die Trauerfeier und die Beisetzung übernehmen.

Die Bischöfliche Stiftung Gemeinsam für das Leben stellt für die Begleitung Sterbender 420 Euro zur Verfügung.